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Was ist Gesprächstherapie?
Die Art der Gesprächsführung ist die wohl
wichtigste Grundlage einer erfolgreichen Therapie. In einer Atmosphäre,
die von Akzeptanz, Vertrauen und Wohlwollen geprägt ist, gehe ich mit
Ihnen im Gespräch auf die Suche nach Ihren wahren Gefühlen,
Einstellungen und individuellen Möglichkeiten der Entwicklung.
Die
klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers ist ein wirkungsvolles
Instrument der Krisenbewältigung und Persönlichkeitsentwicklung. Sie
eignet sich insbesondere für Menschen, die in einer aktuellen Krise oder
Entwicklungssituation eine temporäre Unterstützung suchen.
Die
klientenzentrierte Gesprächstherapie geht von einem humanistischen
Menschenbild aus. Sie betrachtet den Menschen als ursprünglich gutes,
soziales und mit sich selbst im Einklang stehendes Wesen, welches die
Fähigkeit besitzt, sich selbst, seine Ängste und Konflikte zu verstehen
und zu bewältigen. Es wird ein Bedürfnis nach "Selbstaktualisierung"
angenommen - eine dem Menschen innewohnende Tendenz zu Wachstum und
Reifung der Persönlichkeit. Der Mensch trägt alles zur Heilung
Notwendige in sich und ist selbst am besten in der Lage, seine
persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für seine Probleme zu
erarbeiten.
Basierend auf den
Grundprinzipien der unbedingten Akzeptanz, Empathie und Kongruenz
schafft der Therapeut eine Atmosphäre der Wertschätzung und
Urteilsfreiheit, die es dem Klienten ermöglicht, zu sich selbst die
gleiche positive Einstellung zu entwickeln und seine eigenen Strategien
der Problemlösung und persönlichen Weiterentwicklung zu finden.
Wie wirkt Gesprächstherapie?
Die klientenzentrierten
Gesprächstherapie wirkt in erster Linie durch die Umsetzung dieser drei
Grundhaltungen. Die spezielle Atmosphäre, die dadurch geschaffen wird,
ermöglicht dem Klienten, sich seiner eigenen Person zunehmend
wertschätzend, empathisch und kongruent zuzuwenden
(Persönlichkeitswachstum).
Indem der Berater aktiv
zuhört, besonders auf den emotionalen Inhalt dessen eingeht, was der
Klient ausdrückt, und ihm diesen ohne jede Verfälschung mit anderen
Worten spiegelt, wird der Klient immer weiter in seine eigene
Wahrnehmung geführt, oft bis an die Antworten, die er im Alltag nicht
auszusprechen wagt oder derer er sich nicht gewahr werden kann. Durch
die vertrauensvolle Atmosphäre kann der Klient angstfrei und kreativ an
der Lösung seiner eigenen Schwierigkeiten arbeiten.
Dadurch kommt ein Prozess
in Gang, der zur Besserung oder Heilung von psychischen und
psychosomatischen Störungen, zur Übernahme von Selbstverantwortung und
Verantwortung für andere, zu mehr Lern- und Lebensfreude und
persönlichem Wachstum führt.
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Wann hilft Gesprächstherapie?

Die klientenzentrierte Gesprächstherapie hat ein
sehr breites Indikationsgebiet. Dazu
gehören Ängste, Depressionen, neurotisches Verhalten und insbesondere Anpassungs-schwierigkeiten an neue Lebenssituationen. Ihre Wirksamkeit
ist empirisch-wissenschaftlich sehr gut belegt. |